Tag 356 – Glimmer of Hope


Na, das war doch mal ein richtig satter Gewinn! Ziemlich mühelos schlagen wir Velmede/Bestwig mit 5,5:2,5 – und beinahe hätte meine ‚private Revanche‘ auch geklappt…

Aber im Einzelnen…

 

+++ 13.57 Uhr +++
Ankunft in Neuenothe – Mann, ist das a….kalt heute – und letzte Woche liefen wir noch im T-Shirt rum… 😉

+++ 14.00 Uhr +++
Pünktlich werden die Bretter freigegeben – und in der Tat, wieder heißt mein Gegner Bernhard Rittmeier.

+++  gegen 14.10 Uhr +++
Na super, bereits nach 3 Zügen ist der überwiegende Teil meiner Vorbereitung für die ‚Tonne‘ und weitere 2 Züge später bin ich vollends ‚out of book’…
Rittmeier’s Absicht ist klar, er will ‚Schach spielen‘ und keine ‚Theorievarianten runterspulen‘.

+++  gegen 14.30 Uhr +++
Trotz Unkenntnis ist die Eröffnung gut verlaufen – Ausgleich mit Schwarz, da kann man nicht meckern.

+++ gegen 15.30 Uhr – Zwischenstand 1:0 +++
Der klare Vorteil Volkers bereits nach wenigen (!) Zügen bewahrheitet sich und er holt sicher den Punkt. Sehr gut, mit einer frühen Führung ‚im Rücken‘ lässt es sich doch ein wenig entspannter spielen…

+++ gegen 16.00 Uhr – Zwischenstand 1,5:0,5 +++
Nach seinem ‚Erstrundendesaster‘ heißt es für Christoph ‚konsolidieren‘ – Schwarzremis nach 19 Zügen.

+++ gegen 16.15 Uhr – Zwischenstand 1,5:0,5 +++
So – jetzt nimmt meine Partie ‚Fahrt auf’…

+++ gegen 17.30 Uhr – Zwischenstand 3,5:2,5 +++
In der Zeitnotphase geht es Schlag auf Schlag – Paul mit einer schönen Gewinnpartie – bei Ludwig kommt der ‚Mantel des Schweigens drüber‘ und Thomas gibt eine leicht vorteilhafte Stellung remis.

+++ gegen 17.50 Uhr – Zwischenstand 4,5:2,5 +++
Sebastian sichert mit seinem Triumph den Mannschaftssieg! 🙂

+++ gegen 18.10 Uhr – Endstand 5,5:2,5 +++
Tatsächlich – auch Frank gewinnt noch!
18.15 Uhr ist Schluss für heute – richtig früh – so könnte es immer laufen… 😉

Tag 351 – Abtauchen

So – jetzt muss ich aber dringend abtauchen und die Vorbereitungen gegen unseren kommenden ‚Verbandsligagegner‘ Velmede/Bestwig und somit, insbesondere Bernhard Rittmeier, intensivieren.

Das wird nicht leicht mit Schwarz und – ja, richtig, da war doch was… – aber vielleicht kann ich mich ja auch ‚hier‘ revanchieren.

Bis die Tage… 🙂

Tag 347 – Im Trüben fischen (4)

„Verflixte sechste Stunde…“, könnte das Fazit der Begegnung Ralf Schober gegen Friedhelm Michalik an Brett 6 lauten.

Nach zunächst hervorragender Materialverwertung im Endspiel, verliert Friedhelm den berühmt, berüchtigten ‚Faden‘ und lässt seinen Gegner noch ins Remis entschlüpfen.

Tag 347 – Im Trüben fischen (4) weiterlesen

Tag 346 – Im Trüben fischen (3)

Weiter mit unserem Mannschaftskampf gegen Sundern und einer ‚letztlich‘ erfreulichen Partie – Sebastian Heitmann hält mit ‚Kampf und Glück‘ remis gegen Josef Schulte an Brett 7 .

Manchmal hat man halt auch beim Schach, wie in einem Computerspiel, 2 bis 3 ‚Leben’… 😉

Tag 346 – Im Trüben fischen (3) weiterlesen

Tag 345 – Verbesserte Schweden-Taktik


Nach 10 Punkten aus den letzten 4 Spielen, kann ich ruhig mal wieder ein positives Wort über ‚meinen‘ FC verlieren – denn endlich haben ‚meine Helden‘ einen Plan – und was für einen!

Augenscheinlich hat die Kölner Mannschaft nämlich das Länderspiel Deutschland gegen Schweden ganz besonders intensiv verfolgt und sich gesagt: „Ha, was die Schweden können, können wir schon lange – nur, eben besser!“

Und in der Tat hält der FC bei Jahn Regensburg, seines Zeichens immerhin Zweitligaaufsteiger, geschickt ein 0:2 bis zur 87. Minute, um dann eiskalt mit 3 Toren in 6 Minuten zuzuschlagen – das nenn‘ ich ‚mal clever, oder!?

Was werden ‚Stani‘ und Co wohl gegen Kaiserslautern aushecken? Man darf gespannt sein… 😉

Tag 344 – Im Trüben fischen (2)

Begeben wir uns zur Abwechselung mal wieder in die Niederungen der Verbandsliga und unserer ‚unsäglichen‘ Niederlage gegen Sundern.

Doch beginnen wir zunächst mit dem Positiven und dem relativ leichten Sieg von Thomas Freundlieb gegen Heinz Plass an Brett 2.

Tag 344 – Im Trüben fischen (2) weiterlesen

Tag 342 – Ein Spiel dauert 90 Minuten


Ein Spiel dauert 90 Minuten

Selten war die ‚immerjunge‘ Weisheit Sepp Herbergers zutreffender als im Zusammenhang mit ‚unserem‘ gestrigen Qualifikationsspiel gegen Schweden.

Ja, das hatte schon etwas von einer klassischen Tragödie – und dabei fing alles so gut an…

Was waren das für phantastische 60 Minuten!
Ein starkes Pressing, das jegliches Gegenspiel im Keim erstickte und zu frühzeitiger Balleroberung führte. Dann blitzschnelles Umschalten in den Angriff mit passsicherem Kombinationsspiel – man denke nur an das glänzend herausgespielte 2:0 – einfach Weltklasse!

Alles in allem – Tempofußball auf höchstem Niveau! Der Lohn – ein völlig verdientes 4:0!

Doch als nach einer Stunde, im Gefühl des sicheren Sieges, der Widerstand im Mittelfeld erlahmte und unsere Abwehr urplötzlich den ‚geballten schwedischen Mut der Verzweiflung‘ zu spüren bekam, nahm das Drama seinen Lauf…

Ein, bei allen Offensivqualitäten, behäbiger Jerome Boateng in der Rückwärtsbewegung, ein sichtlich überforderter Per Mertesacker, ein orientierungslos herumirrender Holger Badstuber und zu allem Überfluß ein völlig verunsicherter Manuel Neuer, offenbaren in erschreckendem Ausmaße die ‚Großbaustelle Abwehr‘.

Eines bleibt dennoch unerklärlich – ok, ein Doppelschlag wie zum 4:1 und 4:2 ist äußerst ärgerlich, aber spätestens da hätten bei allen Spielern die ‚Alarmglocken schrillen‘ müssen. Jetzt heißt es nicht mehr ‚Hacke, Spitze, 1, 2, 3‘, sondern ‚Ärme hochkrempeln‘ und kämpfen! Ja, in solchen Situationen wünscht man sich einen Lothar Matthäus oder Michael Ballack zurück, der seine Mitspieler kurz mal kräftig ‚zusammenstaucht‘, aber ok, das ist Geschichte…

Stattdessen, sozusagen als Höhepunkt der Peinlichkeiten, werden drei gelbe Karten wegen Zeitspiels kassiert und ein aussichtsreicher Freistoß über 80 Meter bis zum Torwart zurückgespielt – wie gräußlich!

Und da selbst das Quäntchen Glück, wie gegen Österreich, uns auch nicht mehr hold war, fiel tatsächlich das 4:4 in der 93.Minuten – unglaublich!

Ok, Enttäuschung und Spott sind jetzt groß, aber noch ist nichts Gravierendes passiert und deshalb bitte keine neuerlichen, unsäglichen Grundsatzdiskussionen.

Alle sollten aber das letzte Drittel des gestrigen Spiels als ernstzunehmenden Warnschuß verstehen – mit der Lehre: 60 Minuten – immer wieder! 30 Minuten – nie wieder!

In diesem Sinne – euer Schachfloh (als einer von 80 Millionen Bundestrainern) 😉