Tag 1559 – Locker abgewatscht…

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Verbandsmannschaftsmeisterschaft – 7.Runde:

SV Bergneustadt/Derschlag – SV Weidenau/Geisweid 2,5:5,5

Während wir im letzten Jahr gegen Weidenau/Geisweid noch überraschend mit 5:3 gewinnen konnten, gibt es dieses Mal absolut nichts zu holen – es setzt eine ziemlich deprimierende, klare  2,5:5,5 Klatsche. Ganz ehrlich bin ich echt froh, wenn wir die letzten beiden Runden halbwegs hinbekommen und diese gar so gräusliche Saison ein Ende nimmt… 🙁 

Puh, gar nicht so einfach aus dieser Stimmung heraus einen brauchbaren Text zu verfassen – sorry, witzig wird das nicht, werd‘ wohl in den Sarkasmus flüchten müssen… 😉

+++ 13:30 Uhr – Abfahrt +++
Also heute muss man wirklich kein schlechtes Gewissen haben, Schach zu spielen – 8 Grad, stürmisch, Dauernieselregen. Weiß nicht wieso, aber irgendwie hab‘ ich heute dennoch kein gutes Gefühl… – ja und dann spielen ‚die‘ auch noch Bad Day von Daniel Powter im Radio… – wie recht er haben wird… 😉

+++ 13:45 Uhr – Ankunft Jugendtreff Bergneustadt +++
Heimpremiere für unsere erste Mannschaft im Jugendtreff – und eigentlich sind wir ja vollkommen zufrieden mit unseren neuen Räumlichkeiten. Zentral gelegen, viel Platz, ja, sogar einen Analyseraum, was will man mehr… – nur leider findet ausgerechnet heute eine Großveranstaltung statt. Soweit kein Problem, alles sehr gut schalldicht gedämmt, nur gegen den dauerwummernden Stakkato Bass ist leider nichts zu machen – echt nervig…

+++ 14:00 Uhr +++
Einmal mehr fehlen uns zwei wichtige Spieler und das gegen den Spitzenreiter – nicht gerade die besten Voraussetzungen… 🙁

+++ gegen 16:00 Uhr – Zwischenstand 0,5:0,5 +++
Brett 5: Manfred Schneider (1974) – Ekkehart Kiparski (1895) remis
Ekkehart kommt mit Schwarz sehr gut aus der Eröffnung und kann problemlos ausgleichen – nach einigen Abtäuschen verflacht die Stellung zusehends und der zeitige Friedensschluss ist absolut gerechtfertigt.

+++ gegen 16:15 Uhr – Zwischenstand 1:1 +++
Brett 8: Klaus-Jürgen Bukowski (1764) – Frank Mickisch (1848) remis
Klaus-Jürgen hält seine Weißinitiative und steht bald leicht besser, begnügt sich aber mit einem schnellen Remis – Shake-hands nach 22 Zügen.

+++ gegen 17:15 Uhr – Zwischenstand 1:2 +++
Brett 3: Michael Meinhardt (2043) – Sebastian Heitmann (1955) 1-0
Oh je, ein Eröffnungs-Waterloo erlebt Sebastian! Sein Gegner Michael Meinhardt bringt frühzeitig ein vielleicht etwas zweifelhaftes, aber praktisch gesehen durchaus chancenreiches Figurenopfer. In Unkenntnis der korrekten Fortsetzung, kann Sebastian die Partie einige Züge später eigentlich schon aufgeben, bekommt dann aber unerwartet doch noch eine Chance. Schade – er ergreift sie leider nicht und gerät prompt in ein Mattnetz.

+++ gegen 17:20 Uhr – Zwischenstand 1:3 +++
Brett 2: Paul Stümer (2030) – Johannes Karthäuser (2105) 0-1
Kurz danach muss auch Paul die Segel streichen.
Zunächst folgen die Kontrahenten gängigen Theoriepfaden – Paul verlässt sie als Erster, leider zu seinem Nachteil, sieht er sich doch plötzlich mit gefährlichen Mattdrohungen auf den geschwächten Fianchettofeldern konfrontiert. Um der Drohungen Herr zu werden, opfert Paul zwei Bauern. Tja, das Ende der Geschichte ist dann schnell erzählt – Gegenüber Johannes Karthäuser wickelt trocken ins Endspiel ab und führt den Materialvorteil sicher zum Sieg.

+++ gegen 18:10 Uhr – Zwischenstand 1:4 +++
Brett 7: Andreas Piskorz (1901) – Guido Linnenborn (1887) 1-0
Es kommt noch schlimmer! Dabei sieht Guidos Stellung lange Zeit sehr verheißungsvoll aus, aber irgendwie verliert er in Zeitnot den Faden und gerät auf die Verliererstraße. Das Turmendspiel mit zwei Minusbauern ist letztlich hoffnungslos.

+++ gegen 18:30 Uhr – Zwischenstand 1,5:4,5 +++
Brett 6: Ludwig Blab (1934) – Olaf Düber (1977) remis
Das ‚Glück des Tüchtigen‘ besitzt heute zumindest Ludwig. In einem zugegeben komplizierten Endspiel verpasst Gegner Olaf Düber gleich mehrfach gewinnträchtige Fortsetzungen, so dass sich Ludwig schlussendlich mit einem Dauerschach noch einen halben Punkt ergattert.

+++ gegen 19:15 Uhr – Zwischenstand 1,5:5,5 +++
Brett 1: Sebastian Send (2180) – Frank Chlechowitz (2192) 1-0
Mein Spiel ist zurzeit echt traurig… 😥 – die Vorbereitung ging voll in die Hose und aus Furcht selber irgendwo rein zu plumpsen, bastele ich mir spontan eine eigene Eröffnung, mit der schmerzlichen Konsequenz schon nach 20 Zügen strategisch überspielt worden zu sein. Aus der Not heraus versuche ich in Zeitnot noch taktisch zu zocken, doch im Gegensatz zu meinem letztjährigen glücklichen Sieg, bleibt Sebastian Send dieses Mal cool und wickelt in ein klar gewonnenes Springerendspiel ab. Hier quäle ich mich noch gut eine Stunde, aber das Wunder bleibt aus… – ah, Hilfe – wir brauchen dringend ein neues 1.Brett!! Hätte da auch schon konkrete Ideen… 😉

+++ gegen 19:45 Uhr – Endstand 2,5:5,5 +++
Brett 4: Friedhelm Michalik (1996) – Uwe Eckardt (2018) 1-0
Danke Friedhelm für die Ehrenrettung! 🙂 Der einzige Sieg unsererseits am heutigen Tag!
Schon frühzeitig kann Friedhelm einen wichtigen Bauern erobern, aber Gegner Uwe Eckardt verteidigt sich mit großer Zähigkeit und schafft letztlich die Abwicklung in ein schwieriges Damenendspiel. Mit je zwei verbundenen Freibauern ist sogar das Material ausgeglichen, aber Friedhelms Bauern sind bereits weiter vorgerückt und dies bringt nach fast 6 Stunden Spielzeit letztlich die Entscheidung.

Tja, das war’s – nur gut, dass die hinter uns liegenden Mannschaften auch allesamt verloren haben, so dass sich unsere Lage nicht verschlimmert hat.
Noch zweimal, dann haben wir es hoffentlich glimpflich überstanden…

+++ gegen 20.00 Uhr +++
Heimfahrt und – das Radio bleibt aus! 😉

So far… 😉

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