
Verbandsmannschaftsmeisterschaft – 4.Runde:
SV Kierspe – SV Bergneustadt/Derschlag 2,5:5,5
Das Positive und Wichtigste zuerst – auch die ‚unangenehme Hürde‘ Kierspe meistern wir souverän mit 5,5:2,5 – heißt, 4 Spiele, 4 Siege, 8:0 Punkte, 2.Platz – klasse – wir ‚überwintern‘ also am ‚Verbandsligagipfel‘! 🙂
Ach könnte dies doch nur meinen ‚persönlichen Wermutstropfen‘ mildern… – Mist, tut’s aber nicht, was für eine dämliche Niederlage… 🙁 – aber dazu später mehr…
+++ um 13.15 Uhr +++
Wie üblich – Treffpunkt ‚Eckenhagener Hof‘ – ein typischer neblig, trüber Herbsttag – aber trocken, bei knapp 7 Grad. 😉
+++ Anfahrt ab 13.20 Uhr +++
Die Anfahrt beginnt mit einer kleinen Peinlichkeit – führt uns unsere ‚Technikhörigkeit‘ doch geradewegs zu einem bäuerlichen Gehöft mit Sackgasse – ups, Navi-Bug? 😉
+++ 14.05 Uhr +++
Tatsächlich geschafft – und unsere Kiersper ‚Schachkollegen‘ haben freundlicherweise noch ein wenig gewartet – thanks – ‚Fair-Play‘-Preis…
+++ 14.07 Uhr +++
Los geht’s – und wie erwartet treffe ich auf Stephan Irrgang. Mit ihm habe ich vor ca. 25 (!) Jahren mal eine irre Partie ausgefochten. Turmendspielsieg meinerseits nach über 100 Zügen und ungefähr 6 Stunden – ja, das waren noch Zeiten…
+++ gegen 16.30 Uhr – Zwischenstand 0:1 +++
Brett 4: Dominik Rode – Sebastian Heitmann 1-0
Unglücklicherweise geraten wir recht frühzeitig in Rückstand – kein guter Tag für Sebastian. Aber so kann es kommen, wenn man bei heterogenen Rochaden zu spät dran ist. Wie sagte einst Bobby Fischer – ‚Opfer, Opfer, Matt‘! Lob an Gegner Dominik Rode – das war überzeugend… – leider…
+++ gegen 17.15 Uhr – Zwischenstand 1:1 +++
Brett 8: Dirk Holler – Ludwig Blab 0-1
Es folgt lange ein zähes Ringen, doch bei aufkommender Zeitnotphase kristallisieren sich an ‚einigen‘ Brettern so langsam kleine Vorteile heraus.
Den Anfang macht, ich könnte mich daran gewöhnen, mal wieder unser ‚Schnellspieler‘ Ludwig. Aber heute hat auch er gegen Dirk Holler wahrlich kein leichtes Spiel. In einer sehr verschachtelten Stellung mit remislicher Tendenz, scheint es kein Durchkommen mehr zu geben. Aber mit ‚gütiger Mithilfe‘ in Zeitnot, gelingt doch noch der entscheidende Hebel und Ludwig führt seinen Freibauern zum Sieg, womit er seinen Score auf glänzende 4 aus 4 hochschraubt – Gratulation!
+++ gegen 17.30 Uhr – Zwischenstand 2:1 +++
Brett 6: Torsten Ellend – Ekkehart Kiparski 0-1
Jetzt geht es Schlag auf Schlag und Ekkehart bringt uns in Führung. Recht schnell gelingt es ihm, den Anzugsvorteil seines Gegenübers Torsten Ellend zu neutralisieren und alsbald in ein minimal günstigeres Endspiel abzuwickeln. Doch ob das wirklich zu gewinnen ist?
Zwar kann Ekkehart kleine Fortschritte verbuchen und überrascht seinen Gegner mit einem ‚Bauernschach‘, was aber mit einem ‚bescheidenen‘ Königszug hätte gut verteidigt werden können. Doch Ellend lässt sich zu einem riskanten Springeropfer hinreißen, was ihm zwar ein verbundenes Freibauernpärchen beschert, aber das Remis plötzlich am seidenen Faden baumeln lässt.
Das Endspiel könnte also vielleicht noch ‚haarscharf‘ Remis sein, aber nach einem unvorsichtigen Bauernzug, gehen die Freibauern verloren und Ekkehart kann anschließend soeben noch seinen allerletzten Bauern decken, was zum Gewinn reicht.
+++ gegen 17.35 Uhr – Zwischenstand 3:1 +++
Brett 5: Friedhelm Michalik – Ralf Schürmann 1-0
Friedhelm erhöht auf 3:1!
Nach einer zunächst recht ’statischen‘ Eröffnungsphase, verschärft Friedhelm das Tempo und kann nach einem ‚Generalabtausch‘ im Zentrum einen Bauern erobern – doch die Stellung ist kompliziert und die Zeitnot rauscht heran…
Friedhelm bleibt cool und inszeniert wie aus dem Nichts einen unwiderstehlichen Mattangriff, der seinen Gegner Ralf Schürmann zur Aufgabe zwingt.
+++ gegen 17.40 Uhr – Zwischenstand 4:1 +++
Brett 7: Christoph Hojka – Jan Wiemer 1-0
Den vierten Punkt holt Christoph in einer klassischen Lehrbuchpartie.
Der Isolani seines Kontrahenten Jan Wiemer wird vorbildlich blockiert und belagert. Zum rechten Zeitpunkt erfolgt der Bauernhebel – zwar erobert Christoph den Bauern nicht direkt, ‚räumt‘ dafür aber den gegnerischen Damenflügel ab.
Letztlich ‚transferiert‘ er seinen Vorteil in ein klar gewonnenes Turmendspiel – manchmal sieht Schach so einfach aus… 😉
+++ gegen 17.50 Uhr – Zwischenstand 5:1 +++
Brett 3: Frank Fink – Klaus Theunissen 1-0
Den entscheidenden Siegpunkt holt schließlich Frank, dem es bereits frühzeitig gelingt, den Damenflügel seines Gegners Klaus Theunissen zu ‚demolieren‘, zudem ‚gesellt‘ sich ein ‚vorwitziger‘, aber stets anfälliger a-Bauer.
Tja, was soll man sagen, Frank macht es genau richtig und tauscht und tauscht und tauscht… – die ’strukturellen Schwächen‘ bleiben und alles endet in in einem klar gewonnenen Leichtfigurenendspiel. Nach dem zweiten Bauernverlust hat Theunissen genug und gibt schließlich auf.
+++ gegen 18.30 Uhr – Zwischenstand 5,5:1,5 +++
Brett 2: Falk Menz – Paul Stümer remis
Ein ‚Auf und Ab‘ gibt’s in Paul’s Partie – zunächst ’springt‘ sein Gegenüber Falk Menz ihn mit einem Gambit an und drängt ihn in die Defensive. Doch die Verteidigung hält stand und er ‚rettet‘ den Bauern ins Endspiel. Dann jedoch beginnt die ‚Achterbahnfahrt‘ in Zeitnot – erst wähnt man Paul im Vorteil, da er sich langsam aus der Umklammerung befreit, dann geht allerdings der ‚Plustbauer‘ verlustig und nach einer kleinen Kombi ist gar die ‚Qualle‘ futsch.
Wahrscheinlich ist die Partie danach verloren, aber Paul kämpft sich ins Spiel zurück und sorgt nit seinen aktiven Leichtfiguren mächtig für Wirbel und in der Schlussstellung scheint er sogar am ‚Drücker‘ zu sein.
Doch Paul akzeptiert das Remisangebot und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass beide ‚Recken‘ froh sind, mit ‚heiler Haut‘ davon gekommen zu sein.
+++ gegen 18.45 Uhr – Endstand 5,5:2,5 +++
Brett 1: Frank Chlechowitz -Stephan Irrgang 0-1
Och nö – muss das wirklich sein, dass ich von meinem ‚Trauerspiel‘ berichten muss?
Dabei fängt alles so gut an – endlich geht mal wieder ein Eröffnungskonzept auf und nach gerade einmal 10 (!) Zügen stehe ich klar besser und mein Gegner Stephan Irrgang hat bereits mit Zeitnot zu kämpfen.
Aber was mich dann wieder ‚geritten‘ hat, ich weiß es nicht…
Tja – Shit happens! 😳
+++ gegen 18.50 Uhr +++
Und im ‚Looser-Auto‘ (Paul, Sebastian und ich) geht’s Richtung Heimat – diesmal mit Sebastian als ‚Navi‘ – eindeutig die bessere Wahl… 😉
Nun gut – jetzt feiern wir erst einmal besinnliche Weihnachten und lassen es Silvester richtig krachen. Ja und dann steigt am 19.01. das ‚Spiel der Spiele‘ – dann kommt Meisterschaftsfavorit Ennepe-Ruhr-Süd und man wird sehen, ob wir tatsächlich ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden werden… – hope so… 😉