Tag 46 – Schach und Emotionen

Ob’s an den besinnlichen Tagen liegt, dass  plötzlich Gedanken über ‚Schach und Emotionen‚ aufkommen…?

Also dass Schach ein emotional aufwühlendes Spiel ist, das kann sicherlich jeder passionierte Spieler ohne wenn und aber bestätigen.

Welch Achterbahnen der Gefühle hat jeder von uns oftmals während einer einzigen Partie schon durchlebt? Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt.

Aber – wie stets mit dem Ausleben dieser Gefühle?

Da beneide ich doch den Fussballer, der nach seinem Torerfolg sich laut schreiend das Trikot vom Leibe reisst und dabei die Eckfahne küsst oder gefrustet mal so richtig dem Gegner die Beine weghaut und den Schiedsrichter anschnauzt!

Und? Was dürfen wir? NICHTS!

Würdet ihr nicht auch gerne mal nach glücklich überstandener Zeitnotschlacht jubelnd vom Stuhl aufspringen, die ‚Becker-Faust‘ zum Himmel recken und dabei ‚Michael-Jacksons-Moonwalk‘ aufs Parkett legen? Oder nach einem jämmerlichen Patzer mal so genüßlich den Läufer ins gegnerische Knie rammen (ok, ok, keine Gewalt)?

Nein, wir empfinden es ja schon als allzu verräterisch, wenn uns nach einer mißglückten Kombination die Ohren erröten oder wenn unsere zittrige Hand unschlüssig über unseren König schwebt.

Nein, nein, der Gefühlsschrank bleibt möglichst zu! Hm, ist das nun ein Segen oder ein Fluch…?

In diesem Sinne -schöne ‚Rest-Weihnachten’…

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