Tag 2561 – Primus mit gemischten Gefühlen

Verbandsmannschaftsmeisterschaft – 3.Runde:

Brett Schwerte Bergneustadt/Derschlag 2,5 : 5,5
1 Klug (2004) Köllner (2086) 0-1
2 Tawakol (2039) Stümer (2028) 0-1
3 Zarges (1974) Chlechowitz (2118) 0-1
4 Naumann (1869) Michalik (1988) 0-1
5 Fleischhauer (1945) Wang (1965) remis
6 Vicktor (1945) Linnenborn (1882) 1-0
7 Dürwald (2001) Kiparski (1849) 0-1
8 Borzykin (1847) Khan (1533) 1-0

Sportlich läuft es zurzeit wirklich blendend – der beste Saisonstart für die erste Mannschaft seit 5 Jahren! 🙂 

Tja, es könnte alles so schön sein, wäre da nicht der plötzliche, unsägliche Rauswurf aus ‚unserem‘ Vereinsheim! Bis Ende des Jahres – mitten in der Saison! 👿 

Was da für Machenschaften und Mauscheleien im Hintergrund abliefen (Stichwort: ‚Verquickung von Ämtern‘), spottet jeder Beschreibung – das war Politik vom ‚Unfeinsten‘ mit dem Schachverein als ‚Spielball‘! 👿 

Aber um uns keinen Ärger einzuhandeln, sehe ich mal von einer weiteren ‚Veröffentlichung‘ ab – bringt uns sowieso nicht weiter… – der Klügere gibt nach!

Und so heißt es jetzt dringend eine neue Bleibe finden – mal wieder…

Warum haben wir Schachspieler eigentlich so eine schlechte ‚Lobby‘…? Ideen oder konkrete Vorschläge, die uns weiterhelfen, werden natürlich dankend angenommen!

Echt schwierig jetzt ‚den Hebel‘ für den Bericht über unser Spiel gegen Schwerte ‚umzulegen‘ – ich versuch’s mal…

+++ 12:15 Uhr – Fahrt zum Eckenhagener Hof +++
Trüber Novembertag, aber wenigstens (noch) trocken – und was läuft da im Radio „Just Give Me a Reason“ von Pink – also bei dem Unmut (s.o.) hätte ich im Moment viele Gründe, um… – aber lassen wir das! Da halte ich es doch lieber mit dem nächsten Song „Have a Nice Day“ von Bon Jovi. 😉

+++ 12:30 Uhr – Treffpunkt Eckenhagener Hof +++
Kurze Lagebesprechung – Tuhin abholen und Abfahrt…

+++ ab 12:30 Uhr – Fahrt nach Schwerte +++
Tja, Topthema ist natürlich – wie kann es anders sein: „Wo werden wir zukünftig ‚unterkommen‘…?“

+++ gegen 13:30 Uhr – Ankunft +++
Die Fahrt nach Schwerte war ok – aber, och nö, wir spielen wieder im unteren Saal der Gaststätte. Da kommt doch glatt mein Vorjahrestrauma gegen Wolfgang Klug hoch – muss das wirklich sein…? Außerdem wieder dieses schummrige Licht und der klebrige Boden – Ausreden habe ich also schon genug… 😉

+++ gegen 14:00 Uhr +++
Bei uns fehlt nur Sebastian und Schwerte tritt in Bestbesetzung an – ja, und da wir DWZ-mäßig etwa gleichauf liegen, verspricht das ein spannender Mannschaftskampf zu werden.

+++ gegen 16:00 Uhr – Zwischenstand: 0-1 +++
8.Brett: Ihor Borzykin (1847) – Tuhin Khan (1533) 1-0
Zunächst hatte ich ja Befürchtungen, da Tuhin ‚aufreizend‘ lange mit seiner Entwicklung wartet, aber er holt dies nach und gleicht aus. Trotzdem bleibt ein entscheidender ‚Gefahrenpunkt‘, der ihm letztlich zum Verhängnis wird – sein im Zentrum ‚steckengebliebener‘ König!

So übersieht er leider ein Zwischenschach und seine Stellung bricht danach schnell zusammen – schade…

+++ gegen 16:30 Uhr – Zwischenstand: 1-1 +++
3.Brett: Frank Chlechowitz (2118) – Stephan Zarges (1974) 1-0
Mir gelingt der Ausgleich, da mein Gegner in eine mir wohlbekannte, gefährliche Eröffnungsvariante ‚tappt‘. Eigentlich dachte ich ja, eine richtig gute Partie gespielt zu haben. Aber die Engines – diese nervenden Klugscheißer 😉 – belehren mich wie immer eines Besseren…

Danach folgt lange nichts, doch dann geht es in der Zeitnotphase im ‚5-Minuten-Takt‘ plötzlich ‚Schlag auf Schlag‘!

+++ gegen 17:45 Uhr – Zwischenstand: 2-1 +++
2.Brett: Kai Tawakol (2039) – Paul Stümer (2028) 0-1
Erstaunlich leicht kann Paul mit Schwarz ausgleichen und kommt im bald folgenden Endspiel zu Vorteilen, die in einem Bauerngewinn münden. In Zeitnot entscheidet schließlich Pauls ‚Doppelturmkreissäge‘ auf der 2.Reihe die Partie! Big Point!

+++ gegen 17:50 Uhr – Zwischenstand: 3-1 +++
4.Brett: Klaus Naumann (1869) – Friedhelm Michalik (1988) 0-1
Und auch Friedhelm gelingt ein wichtiger ‚Schwarzsieg‘!

Schon in der Eröffnung wird er von seinem Gegner regelrecht ‚angesprungen‘ – doch Friedhelm bleibt cool – belässt seinen König im Zentrum (hier eine kluge Entscheidung) und greift seinerseits den zum Damenflügel ‚hinrochierten‘ König an. Hm, sein Springeropfer wird zwar von Beiden etwas ‚überschätzt‘, aber was soll’s, er bringt seinen Gegner damit anscheinend aus dem ‚psychologischen‘ Gleichgewicht und die Partie kippt endgültig zu seinen Gunsten.

+++ gegen 17:55 Uhr – Zwischenstand: 3,5-1,5 +++
5.Brett: Andre Wang (1965) – Thomas Fleischhauer (1945) remis
So rein optisch steht Andre lange Zeit günstiger mit seiner Bauernmehrheit am Damenflügel und der Beherrschung der einzig offenen Linie, doch etwas wirklich Durchschlagenes ist nicht in Sicht. Nach einem unvorsichtigen Turmzug dreht sich plötzlich das Spiel – die Linie geht verloren und Gegner Thomas Fleischhauer kommt gar leicht in Vorteil, scheint aber müde von der vorherigen Verteidigungsarbeit zu sein und bietet Remis, was dankend angenommen wird.

+++ gegen 18:10 Uhr – Zwischenstand: 4,5-1,5 +++
7.Brett: Ekkehart Kiparski (1849) – Martin Dürwald (2001) 1-0
Ekkehart steht ein wenig unter Druck und muss ständig vor taktischen Fallen auf der Hut sein, was durchweg gelingt. Bei knapper Bedenkzeit kommt es dann zu einem spannenden ‚Hauen und Stechen‘! Die Schwerfiguren kreieren auf beiden Seiten ständige Mattdrohungen, die es zu meistern gilt. Letztlich geht Ekkehart aus diesem wilden Handgemenge mit einem ‚Mehrturm‘ hervor, ohne Matt gesetzt worden zu sein – die Partie und der Mannschaftskampf sind entschieden! Bravo! 🙂

+++ gegen 18:25 Uhr – Zwischenstand: 4,5-2,5 +++
6.Brett: Christian Vicktor (1945) – Guido Linnenborn (1882) 1-0
Schwerte verkürzt nochmal!

Eigentlich steht Guido ganz ordentlich, als er sich im Mittelspiel zu einem riskanten Manöver hinreißen lässt – er opfert zwei Figuren gegen Turm plus Bauer. Was zunächst als durchaus spielbar erscheint, wird von Christian Vicktor nach und nach entschärft und seine Figuren erhalten allmählich die Oberhand – schließlich tut die Zeitnot ihr Übriges, woraus letztlich en Materialverlust resultiert. Mit einer glatten Figur weniger gibt Guido die Partie auf.

+++ gegen 19:00 Uhr – Endstand: 5,5-2,5 +++
1.Brett: Christof Köllner (2086) – Wolfgang Klug (2004) 1-0
Christof ist – mal wieder – der ‚Letzte‘ und erneut wird sein Kampfgeist belohnt.

In seiner Partie wird eher mit ‚feiner Klinge‘ gefochten, denn es ist vor allem strategisches Geschick gefragt. Stets besitzt Christof eine angenehme Stellung, aber ein Sieg ist sehr fraglich. Seine ständigen ‚Sticheleien‘ führen dann jedoch tatsächlich zu einem Bauerngewinn (war das eigentlich zwingend…?), aber kann man das Springerendspiel mit 3:2-Bauern an einem Flügel wirklich gewinnen?! Ja, man kann – wenn auch mit ‚freundlicher Unterstützung‘! Christofs ‚Zermürbungstaktik‘ trägt schließlich Früchte, sein Gegner stellt einen Bauern ein, was die Partie schnell beendet.

Wow 5,5:2,5 – das war echt überzeugend und von mir aus kann das ruhig so weitergehen.

Wenn wir nun noch die ‚sonstigen Querelen‘ schnell klären, können wir sportlich gesehen nach ‚Höherem‘ streben oder überschätzen wir uns da…? He, man wird doch wohl noch träumen dürfen…! 😉

So far… 😎

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