Tag 1922 – …geglückter Eiertanz…

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Verbandsmannschaftsmeisterschaft – 8.Runde:
SV Kierspe – SV Bergneustadt/Derschlag 3,5:4,5

Also – das Wichtigste zuerst: Wir sind gerettet! 🙂

Aber ‚souverän‘ geht sicherlich anders – gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten Kierspe quälen wir uns zu einem hauchdünnen 4,5:3,5.

Mann, Mann, Mann – das hat echt noch einmal Nerven gekostet – aber der Reihe nach…

+++ 13:20 Uhr – Abfahrt +++
Zum Lokalderby nach Kierspe fährt heut‘ mal jeder selber – und das Wetter ist echt usselig, wie der Rheinländer sagen würde – kühl, regnerisch, windig – igitt…

+++ gegen 13:50 Uhr – Ankunft +++
Schnell ins Warme – Schach ist heute genau das Richtige…

+++ 14:00 Uhr – es geht los… +++
Unsere Marschroute ist klar – verlieren verboten! Ein Punkt könnte zum Klassenverbleib reichen, zwei Punkte auf jeden Fall. Also – auf geht’s!

+++ gegen 15:30 Uhr – Zwischenstand 0,5:0,5 +++
Brett 5: Volker Hagedorn (1991) – Dirk Holler (1839) remis
Schnell einig werden sich die ‚Kontrahenten‘ an Brett 5 – nach gerade einmal 15 Zügen reicht man sich in ausgeglichener Stellung friedlich die Hände.

+++ gegen 15:45 Uhr – Zwischenstand 1:1 +++
Brett 7: Sebastian Heitmann (1903) – Torsten Ellend (1781) remis
Ganze 2 Züge mehr bekommen wir an Brett 7 zu sehen – die verschachtelte Stellung inspiriert anscheinend beide nicht so sehr, deshalb Shakehands.

Zwei frühe ‚Weißremisen‘ in einer so wichtigen Begegnung? Also ich lass das mal mit einem etwas nachdenklichen ‚Hm‘ so stehen…

+++ gegen 17:00 Uhr – Zwischenstand 2:1 +++
Brett 4: Dominik Rode (1969) – Friedhelm Michalik (2008) 0:1
Endlich Erleichterung! Friedhelm bringt uns in Führung und es ist ein Triumpf der Vorbereitung!
Gegner Dominik Rode läuft schnurstracks in eine tückische Eröffnungsvariante und Friedhelm behält in einem hochtaktischen Tumult die Übersicht:

+++ gegen 17:30 Uhr – Zwischenstand 3:1 +++
Brett 6: Ralf Schürmann (1772) – Guido Linnenborn (1878) 0:1
Auf unsere diesjährige ‚Punktemaschine‘ Guido (jetzt 6 aus 8!) ist auch heute Verlass!

Erst schüttelt er die leichte Initiative seines Gegners ab und verbessert seine Position Schritt für Schritt. Und wie das dann oft so ist, aus einer guten strategischen Stellung, ergeben sich fast zwangsläufig taktische Möglichkeiten. So auch hier – zwei, drei Nackenschläge und KO – Bravo!

Sieht doch richtig gut aus, was kann da noch passieren…? Es kann…!

+++ gegen 17:50 Uhr – Zwischenstand 3,5:1,5 +++
Brett 8: Jan Wiemer (1780) – Aaron Köllner (1761) remis
Och menno – wieder spielt Aaron richtig gut und bringt sich leider erneut um den verdienten Lohn…

+++ gegen 17:55 Uhr – Zwischenstand 3,5:2,5 +++
Brett 1: Christof Köllner (2103) – Stefan Irrgang (2052) 0:1
Puh, dann ein weiterer harter Rückschlag!
Als turniererprobter Spieler ist Christof die Bedenkzeitregelung mit Inkrement gewohnt und ehe er des heutigen Modus gewahr wird, ist es praktisch schon zu spät. In komplizierter Stellung überschreitet er die Zeit – echt bitter…

+++ gegen 18:30 Uhr – Zwischenstand 4,5:2,5 +++
Brett 3: Frank Chlechowitz (2136) – Klaus Theunissen (1839) 1:0
Na klasse – Paul steht glattweg auf Verlust und meine Stellung ist zwar gut, aber von einem Gewinn noch weit entfernt. Also doch nur ein enttäuschendes 4:4? Glücklicherweise bekomme ich ‚etwas Hilfe‘…

+++ gegen 18:45 Uhr – Endstand 4,5:3,5 +++
Brett 2: Falk Menz (1856) – Paul Stümer (2011) 1:0
Kein guter Tag für Paul – eigentlich kann er sich nie so recht aus seiner Passivität befreien und büßt in Zeitnot auch noch die Qualität ein.
Versuchen wir es mit Galgenhumor – ob die Niederlage vielleicht doch an Falk Menz‘ mitgebrachten Glückbringer – seinem Dackel – lag? Wurde Paul etwa von dessen treuherzigen Blick hypnotisiert? Man weiß es nicht…

Aber Spaß beiseite – ‚Ende gut, alles gut‘ kann man nun wirklich nicht zu unserer sehr krumpeligen Saison sagen. Ok, wir sind dem Abstieg mal wieder von der Schippe gesprungen – aber dieser ständige Wechsel zwischen starken Leistungen wie gegen Sundern, Hemer, Ruhspringer und Schwerte und den schwachen bis erschreckend schwachen Leistungen gegen Hagen, Halver, Velmede und Kierspe sind schwerlich zu erklären.

Bergneustadt/Derschlag ist und bleibt eine ‚Wundertüte‘ – ich wünschte, es wäre anders – im positiven Sinne.

Wäre schön, wenn wir uns zum Saisonabschluss noch einmal von der ‚guten Seite‘ zeigen könnten – hm, denke mal unser Gegner und Aufstiegskandidat Weidenau/Geisweid sieht das ganz anders, oder…? 😉

So far… 😉

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